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Begründer der Allergielehre - Der Kinderarzt Clemens von Pirquet

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"Haben Sie Allergien?" Die Frage ist im Restaurant inzwischen selbstverständlich. Den Namen Allergie hat der Wiener Arzt Clemens von Pirquet erfunden, dem vor allem das Wohl von Kindern am Herzen lag. Fünfmal war er für den Medizin-Nobelpreis nominiert. Fünfmal hat er ihn nicht bekommen.


Piquet studiert in Wien, Königsberg und Graz. Dort gehört Theodor Escherich zu seinen Lehrern, damals der bekannteste Kinderarzt der k. u. k. Monarchie. Nach der Promotion im Jahr 1900 geht Pirquet zur weiteren Ausbildung nach Berlin an die Charité zu Otto Heubner, einer weltweit geschätzten Kapazität auf dem Gebiet der Pädiatrie.
Pirquet beschäftigt sich zunächst mit Infektionskrankheiten wie Diphtherie, Masern und Tuberkulose, dann mit Fragen der Impfung. Dabei stößt er gemeinsam mit seinem Kollegen Béla Schick auf das Phänomen der sogenannten Serumkrankheit.
Den beiden Wissenschaftlern fällt auf, dass Patienten, die mit einem Serum etwa gegen Diphtherie geimpft worden waren, oft stärker mit Krankheitssymptomen reagieren, wenn sie ein weiteres Mal mit diesem Serum in Berührung kommen. Die Reaktionsfähigkeit des Organismus hat sich also verändert. 1906 entwickelt Pirquet daraus seinen Allergiebegriff und zählt zu den Pionieren der Allergieforschung.
Die Nobelpreisfanfare erklingt nie für Clemens von Pirquet, obwohl er fünfmal für den wichtigsten Wissenschaftspreis nominiert ist. Er ist ein Tausendsassa mit zahlreichen Forschungsinteressen. Dennoch ist er für das Nobelkomitee eher weniger interessant, weil er nie eine einzelne bahnbrechende Entdeckung nachweist.
In diesem Zeitzeichen erzählt Heide Soltau:

  • welche beruflichen Pläne die katholische Mutter für den Sohn Clemens hat,
  • wie von Pirquet zum informellen Titel "Vater der Klinik" kommt,
  • warum seine Ehe mit Christine van Husen unter keinem guten Stern steht,
  • warum von Pirquets Forschungen zur Kinderernährung ein Segen sind und im Ergebnis trotzdem heftig kritisiert werden.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Benedikt M. Huber (Leitender Kinderarzt am Kantonsspital In Fribourg/Schweiz)
  • Eva Kaiserseder (Ärztekammer Wien)
  • Professor Johannes Ring (Allergologe)
  • Professor Dr. Nils Hansson (Professor für Medizingeschichte an der Uni Düsseldorf)
  • Daniel Angetter und Nils Hansson: Clemens Freiherr von Pirquet – Warum der „Allround“-Mediziner am Nobelpreis scheiterte. In: Laureaten und Verlierer. Der Nobelpreis und die Hochschulmedizin in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Göttingen: V&R Unipress 2021, S. 139-156.
  • Nils Hansson: Wie man keinen Nobelpreis gewinnt. Die verkannten Genies der Medizingeschichte. 2023.
  • Eva Kaiserseder: Clemens von Pirquet. Genialer Kinderarzt und wissenschaftlicher Pionier. In: medinlive.at. 1.3.2021

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Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
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Das ganze Zeitzeichen-Archiv gibt’s hier.
Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Heide Soltau
Redaktion: Frank Zirpins

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Piquet studiert in Wien, Königsberg und Graz. Dort gehört Theodor Escherich zu seinen Lehrern, damals der bekannteste Kinderarzt der k. u. k. Monarchie. Nach der Promotion im Jahr 1900 geht Pirquet zur weiteren Ausbildung nach Berlin an die Charité zu Otto Heubner, einer weltweit geschätzten Kapazität auf dem Gebiet der Pädiatrie.
Pirquet beschäftigt sich zunächst mit Infektionskrankheiten wie Diphtherie, Masern und Tuberkulose, dann mit Fragen der Impfung. Dabei stößt er gemeinsam mit seinem Kollegen Béla Schick auf das Phänomen der sogenannten Serumkrankheit.
Den beiden Wissenschaftlern fällt auf, dass Patienten, die mit einem Serum etwa gegen Diphtherie geimpft worden waren, oft stärker mit Krankheitssymptomen reagieren, wenn sie ein weiteres Mal mit diesem Serum in Berührung kommen. Die Reaktionsfähigkeit des Organismus hat sich also verändert. 1906 entwickelt Pirquet daraus seinen Allergiebegriff und zählt zu den Pionieren der Allergieforschung.
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  • warum von Pirquets Forschungen zur Kinderernährung ein Segen sind und im Ergebnis trotzdem heftig kritisiert werden.

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  • Daniel Angetter und Nils Hansson: Clemens Freiherr von Pirquet – Warum der „Allround“-Mediziner am Nobelpreis scheiterte. In: Laureaten und Verlierer. Der Nobelpreis und die Hochschulmedizin in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Göttingen: V&R Unipress 2021, S. 139-156.
  • Nils Hansson: Wie man keinen Nobelpreis gewinnt. Die verkannten Genies der Medizingeschichte. 2023.
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